Unser Hof

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Zuhause ist da, wo die Liebe wohnt, Erinnerungen geboren werden,
Freunde immer willkommen sind und jederzeit ein Lächeln auf dich wartet 

Au cœur de la Bretagne ❤   

Unser Hof liegt mitten in der Bretagne - im Herzen der Bretagne sozusagen. Abseits von breiten Straßen, umringt von Feldern, Wiesen und Wald, liegt unser über 3000m² großer Hof. Der Hof ist Teil eines Weilers (⇒ ein Weiler ist kleiner als ein Dorf, aus nur wenigen Gebäuden bestehend) und bietet einen herrlichen Ausblick in die Weite. 

Garten, Tiere und das Ziel der Selbstversorgung

Eigenes Gemüse anbauen ist wie eigenes Geld drucken. An dem Satz ist durchaus etwas Wahres dran. Zwar kommt das Gemüse nicht von alleine, genauso wenig wie Geld auch, aber die früchtetragende Arbeit im Garten ist bedeutend erfüllender, als die oft geisttötende und sinnentleerte Arbeit einer 40-Stunden Lohnarbeitsstelle.

Momentan leben wir mit unserer Ridgeback-Hündin Baina und mehreren Hühnern auf unserem Hof. Einige davon sind aussortierte Legehennen aus der Massentierhaltung. Eine Organisation namens Poule pour Tous hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese aussortierten Hennen vor dem Tod zu bewahren und an private Hühnerhalter zu vermitteln.

Keine Frage, der Weg zur Selbstversorgung ist lang. Im ersten Gartenjahr starteten wir mit wenig Beetfläche, die dennoch Einiges hervorgebrachte. Unter anderem Rote Beete, so groß, wie wir sie noch nie gesehen hatten. Als die Saison vorbei war, stand eines fest: wir brauchen mehr Beetfläche. Also schnappten wir uns einen Spaten und gruben Erde um, damit wir im nächsten Jahr bedeutend mehr Gemüse anbauen können. 

Und so sieht es aus, wenn man knapp 80m² Erde mit einem Spaten umgräbt:

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Unser Ziel ist es, den Grad der Selbstversorgung Jahr für Jahr zu steigern. In puncto Hühnereier sind wir bereits Selbstversorger. In Zukunft möchten wir uns aber in zahlreichen weiteren Bereichen selbstversorgen. Wenn du interessiert bist, wie es bei uns im Bereich der Selbstversorgung weiter geht, laden wir dich ein, unseren YouTube-Kanal zu abonnieren. 

Wie wir unseren Hof kauften

Es gibt Menschen, die suchen jahrelang nach einer Immobilie, bis sie ihr Traumobjekt finden. Und es gibt uns; wir waren das erste Mal in der Bretagne und kauften direkt den ersten Hof, den wir uns angeschaut haben.
Gefunden haben wir den Hof auf green-acres.fr. Als wir auf den Hof fuhren, begrüßte uns eine ältere englische Dame, die seit 19 Jahren auf dem Hof lebt - die letzten 7 Jahren lebte sie alleine dort. Die Besichtigung war im Sommer 2020, das Wetter war perfekt und es schien alles zu schön, um wahr zu sein. Wir schauten uns erst zusammen mit der Eigentümerin den Hof an, und nachdem sie uns auch das Wohnhaus gezeigt hatte, durften wir den Hof noch mal alleine erkunden. Zwei Scheunen, ein kleiner Schweinestall, eine große Ruine - bei der das Dach vollkommen zerstört ist - und ein Wohnhaus stehen auf dem Grundstück. Das Wohnhaus war in einem verhältnissmäßig so guten Zustand, dass wir nichts hätten machen müssen, um dort zu wohnen - Möbel rein, fertig.
Als wir wieder vom Hof fuhren, waren wir uns beide sicher, dass wir uns vorstellen könnten, hier zu leben. Wir ließen noch ein paar Tage vergehen, während wir auf verschiedenen Campingplätzen online nach weiteren Immobilien schauten und die verschiedenen Regionen der Bretagne bereisten. Als wir ganz im Südwesten ankamen, entschieden wir uns, der Eigentümerin ein Angebot zu machen! Inseriert war die Immobilie für 129.000€ - wir einigten uns auf 119.000€ und fuhren direkt wieder zurück zu dem Hof, um mit der Eigentümerin alles Weitere zu klären. Ein paar weitere Tage später saßen wir mit der Eigentümerin bei einer englischsprachigen Notarin in Gouarec um ein compromis de vente, ein Kaufversprechen, abzugeben. 
Übrigens zahlt der Käufer in Frankreich, anders als in Deutschland, keine Grunderwerbssteuer, sondern muss lediglich für die Notargebühren aufkommen. In unserem Fall lagen diese bei etwas über 10.000€.

Es mag vielleicht blauäugig und risikoreich erscheinen, aber wir bereuen es bis heute keine Sekunde, uns so spontan ein Haus in der Bretagne gekauft zu haben. Vernünftig war dies mit Sicherheit nicht. Aber Vernunft ist der Blick in den Abgrund unserer Möglichkeiten. Wer stets vernünftig ist, wird seine Möglichkeiten nie in Gänze ausschöpfen können. Manchmal muss man einfach nur dem Zauber des Anfangs vertrauen.

  
Unvernünftig ist es für einige wahrscheinlich auch, beruflich in einen Bereich einsteigen zu wollen, für dem man keine Ausbildung hat. Und dennoch war klar, dass wir eine der alten Scheunen auf dem Grundstück zu einer Werkstatt für Holzbearbeitung umbauen werden, um mit den Verkauf von Holzprodukten einen Teil der notwendigen Einnahmen zu generieren (obwohl ich gelernter Industriemechaniker und kein Tischler bin).